Der Ochsenfrosch, eine mächtige invasive Art

Der Ochsenfrosch ist eine invasive Art mit hoher Effektivität und gefährdet dadurch Ökosysteme auf der ganzen Welt. Erfahre mehr über diese Amphibienart.

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Der Ochsenfrosch ist eine Amphibienart der Ordnung Anura aus der Familie der Ranidae und der Gattung Lithobates. Der wissenschaftliche Name lautet: Lithobates catesbeianus.

Auch wenn es kaum zu glauben ist, stammt dieser invasive Frosch aus dem östlichen Nordamerika und dringt entweder bewusst oder zufällig in amerikanische und eurasische Gebiete ein. Der allgemeine Name stammt von dem charakteristischen Quaken, das tief und laut ist und an das Brüllen eines Bullen erinnert.

Der Ochsenfrosch gilt als eine invasive Art mit hoher Effektivität. Denn es ist sehr schwierig, ihn auszurotten und er bedroht durch sein Eindringen andere Arten.

Aus diesem Grund steht er nach Angaben der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) auf der Liste der 100 invasivsten Arten der Welt.

Ochsenfrosch: Merkmale

Der Ochsenfrosch ist etwa 9 bis 15 Zentimeter groß. Wie jede Amphibie wächst dieser Frosch in den ersten acht Lebensmonaten schnell. In diesem Reifeprozess erhöht er das Gewicht von 5 auf 175 Gramm. In den extremsten Fällen kann er bis zu 500 Gramm erreichen.

Seine ungleichmäßige Färbung variiert von kaffeebraun bis hin zu verschiedenen Grüntönen. Außerdem hat er oft dunklere Flecken unregelmäßig auf seiner Brust verteilt.

Der Ochsenfrosch ist sexuell dimorph, das heißt die Männchen sind kleiner als die Weibchen. Auch die Trommelfelle von Ochsenfröschen unterscheiden sich je nach Geschlecht: Die Männchen haben größere Trommelfelle, die der Weibchen sind kleiner, fast genauso groß wie ihre Augen.

Der Ochsenfrosch kann Winterschlaf halten und bis zu einem Jahrzehnt alt werden. Darüber hinaus ist dieser Frosch ein großer Überträger von Parasiten und Krankheiten, die einheimische Amphibien befallen können.

Dies ist ein weiteres Merkmal des Ochsenfrosches, das ihn zu einer gefährlichen Art macht, wenn er in ein fremdes Ökosystem eindringt.

Verbreitung und Lebensraum des Ochsenfrosches

Der Ochsenfrosch ist eine Tierart, deren Heimatgebiet von Südkanada, den östlichen und südlichen Vereinigten Staaten bis nach Nordmexiko reicht. Diese Art wurde in zahlreichen Ländern der Erde hauptsächlich für Aquakulturprojekte eingeführt.

In Südamerika hat man das Vorkommen von wilden Beständen dieser Art in Brasilien, Venezuela, Ecuador, Kolumbien, Peru, Uruguay und Argentinien gemeldet. Auf den Antillen wurde er in Kuba, Jamaika, Puerto Rico und der Dominikanischen Republik eingeführt.

Was Europa betrifft, so wurde er in Spanien, Italien, Deutschland, Belgien, Griechenland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden registriert. In Asien wurde er in China, Indonesien, Japan, Malaysia, Singapur, Thailand, Taiwan, Hawaii und auf den Philippinen gemeldet.

Ochsenfrosch: Verbreitung und Lebensraum

Der Ochsenfrosch hat eine große Anpassungsfähigkeit, sodass es leicht für ihn ist, Ökosysteme zu bewohnen, die nicht seine eigenen sind.

Sein natürlicher Lebensraum sind die feuchten und ruhigen Gebiete wie Seen und Sümpfe. Er ist jedoch in der Lage, in hoch kontaminierten Gebieten und unter anderen widrigen Bedingungen zu überleben.

Verhalten und Fortpflanzung des Ochsenfrosches

Man hat festgestellt, dass der männliche Ochsenfrosch drei Arten von Lauten hat. Territoriale Laute, die als Bedrohung oder Warnung für andere Männchen dienen, Laute, die Frauen anziehen und Laute, die zum Kampf anregen.

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Der Ochsenfrosch ernährt sich von einer großen Anzahl von Wirbellosen und Wirbeltieren. Zu seinen Beutetieren gehören Ratten, alle Arten von Fischen, Schlangen, Kaulquappen, Vögel, Fledermäuse, Flusskrebse, Schnecken, Käfer und sogar andere Ochsenfrösche. Aber seine gewohnte Ernährung besteht nur aus Insekten.

Die Fortpflanzungszeit des Ochsenfrosches dauert in der Regel zwei bis drei Monate. Die Männchen positionieren sich im Paarungsgebiet, meist in der Nähe des Ufers, von wo aus sie die Weibchen rufen.

Jedes Männchen ist bestrebt, in einem angemessenen Abstand von drei bis sechs Metern zu anderen Männchen zu sein, um Konflikte zu vermeiden.

Nachdem ein Weibchen ein Männchen ausgewählt hat, legt sie ihre Eier in seinem Gebiet. Diese Eier werden vom Männchen von außen befruchtet. Das Weibchen kann Laichballen von bis zu 20.000 Eiern legen.

Die Kaulquappen leben in flachen Gewässern. Dies kann daran liegen, dass in solchen Bereichen die Anzahl der potentiellen Feinde geringer ist. Junge Kaulquappen ernähren sich von einzelligen Algen, Pollenkörnern und anderen kleinen Partikeln.

Während sie wachsen, fangen sie an, größere Elemente ihrer Umgebung einzunehmen, indem sie mit ihren Zähnen an der Oberfläche kratzen. Die Entwicklungszeit des Ochsenfrosches hängt davon ab, wo er heranwächst.

In allgemein warmen Gegenden kann er in wenigen Monaten reifen. An wesentlich kälteren Orten kann es bis zu drei Jahre dauern, weil kälteres Wasser den Metamorphoseprozess verlangsamt.

Die Lebenserwartung eines Ochsenfrosches beträgt in der Regel 8 bis 10 Jahre. Ein Ochsenfrosch in Gefangenschaft wurde jedoch fast 16 Jahre alt.

Der Ochsenfrosch als invasive Art

Invasive Arten sind solche, die in ein fremdes Ökosystem eingeführt werden. Wenn die Population wächst, können diese Arten großen Schaden anrichten. Da natürliche Feinde fehlen, nimmt sie schnell überhand.

Der Ochsenfrosch verursacht ein Ungleichgewicht im Ökosystem, da er mit einheimischen Arten um Platz und Nahrung kämpft. Dies führt dazu, dass die heimischen Tierarten sich weniger fortpflanzen.

Darüber hinaus kann er die einheimischen Amphibien direkt durch Auffressen oder durch den Eingriff in die Nahrungssuche beseitigen. Dies kann auch indirekt durch ungleichmäßige Veränderungen des Lebensraums oder durch die Einschleppung von Krankheiten oder Parasiten geschehen.

Dieser Frosch ist ein Überträger des pathogenen Pilzes Batrachochytrium dendrobatidis, der bei Amphibien die Krankheit Chytridiomycosis verursacht. Diese ist verantwortlich für das weltweite Aussterben von Amphibien.

Die große Vielfalt seiner Ernährung macht ihn zu einem mächtigen Raubtier. So stark, dass er dort, wo er auftaucht, durch den Verzehr einheimischer Arten lokale Ausrottungen verursachen kann, wie es in verschiedenen Ländern schon vorgekommen ist.

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